Fetisch-Club Wallisellen

Nächsten Sonntag fällt der Startschuss in Rapperwil zum 70.3 Ironman. Die Gemüter bei den Athleten liegen blank, die Nerven der Veranstalter sind gespannt wie ein Regenwurm zwischen zwei Hühnern. Alle stellen sich die Frage: „Wird im 12.8° kalten Wasser geschwommen?“ „Wie weit wird geschwommen?“ „Sind wir Iron-Männer oder nicht?“

Um sich an das kalte Nass zu gewöhnen, entschieden wir uns in Wallisellen schwimmen zu gehen. Sämtliche Mitglieder erschienen mit ihrem heissgeliebten Neopren. Einige liessen es sich nicht entgehen, ihre Neoprenhaube zu testen. Das Treiben am Beckenrand glich einer Fetisch-Party im Kreis 4. PS: Auch Aaron, der eigentlich in Frauenfeld am Start stehen sollte, wurde anscheinend in Wallisellen gesehen. 😉

Neben den vielen Neoprenmännchen und Weibchen stach eine Person deutlich hervor – Kerri. Lediglich mit ihrem türkisfarbenen Schwimmanzug bewaffnet, zeigte sie uns allen, wo der Hammer hängt. Ohne mit der Wimper zu zucken, stürtzte sie sich ins Eiswasser. Nach ca. 1.5km stiegen die meisten wieder raus und wärmten sich dann unter der wohlverdienten Dusche auf. Kerri drehte dann alleine noch ein paar Bahnen. Anscheinend musste sie einigen Eisschollen ausweichen. 🙂

Das heutige Training war eine kalte aber witzige Angelegenheit. Wie wird es wohl nächsten Sonntag sein?

Die restlichen Fotos sind lediglich für die Mitglieder gedacht. Hier geht es zum Mitgliederbereich

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Grilliert wird nach dem Koppeln

Wie wir alle wissen, ist das Koppeln beim Triathlon ein wichtiger Bestandteil. Es ermöglicht uns im Wettkampf nach einer schnellen Bikezeit direkt auf der Laufstrecke unser Bestes zu geben. Ich möchte hier behaupten, dass für ein Team oder Verein das gemütliche Beisammensein, das Grillieren nach dem Koppeln ebenso wichtig ist – also sozusagen ein doppeltes Koppeln. Bike – Rennen – Grillieren! Ein solches Training haben fast 10 Mitglieder unseres Vereins in ihren routinierten Trainingsalltag eingestreut.

Am Samstag meinte es das Wetter sehr gut mit uns. Ein Teil der Truppe traf sich um 12 Uhr in Brütten bei Patrick. Diese machte sich dann mit dem Bike auf den Weg. Nach 2 Stunden trafen wir uns alle zuammem mit der 2. Delegation. Geschlossen machten wir uns auf die 2. Radrunde. Es war streng. Mittlerweile weiss ich, wieso unser Patrick so vor Kraft strotzt. Bei Brütten geht es nur runter und rauf. Tempobolzen auf der Ebene? – äähhh – was ist das? Das Training glich eher einem Bergzeitfahren. So stiegen wir dann nach etwas mehr als 70km von unseren Rössern und sprangen in die Laufschuhe. Ein lockerer Koppellauf war angesagt: Sorry, wie können wir locker rennen, wenn es nur rauf und runter geht?! 🙂 Nach knapp 7 Kilometern erreichten wir dann wieder das Haus von Patrick und seiner Partnerin. Nach einer verdienten Dusche durften wir uns an den gedeckten Tisch setzen. Ich möchte mich von ganzen Herzen und im Namen des ganzen Vereins bei Patrick und seiner Partnerin für die Gastfreundlichkeit bedanken! Den Rest des Tages liessen wir dann mit Grillgut, Wein, Schämpis usw. ausklingen.

Rückblickend kann man sagen, dass es ein strenger, schweisstreibender aber durchaus gelungener Teamanlass war. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Mal.

Ironmano in Mallorca

Unser Ironmano bestritt am Wochenende den 70.3 in Mallorca. Dabei handelt es sich nicht etwa um ein Wettsaufen oder einer anderen fragwürdigen Tätigkeit 🙂 Wie und was er zusammen mit Markus erlebt hat, erzählt er uns selbst:

Wettkampfbericht Ironman 70.3 Mallorca 2013

Eine einmalige Atmosphäre erwartete Markus und mich in Mallorca.
Ok, ich kenne das Pflaster schon ziemlich gut, da ich seit Jahren auf Malle immer wieder Kilometer sammle. Aber was wir da in Alcudia antrafen war einfach genial.Die ganze Szene spielte sich in der Bucht von Alcudia ab. Das Racebriefing am Strand unter Sonnenschirmen war nicht das einzige Highlight. Nein, es sollte auch der Zieleinlauf auf dem Sandstrand sein. Aber dazu später.

Am Start herrschte wie immer Krieg um die besten Plätze an der Startlinie.
Ironmano, also ich J, positionierte mich ganz vorne am rechten Rand. Mein Ziel war so schnell wie möglich zum Wasser und aus der Masse zu kommen. Diese Idee hatten  natürlich auch andere. Und trotzdem gelang es mir nach dem Startschuss relativ schnell in meinen Rhythmus zu kommen. Auf der ganzen Strecke konnte man den Grund und teilweise sogar auch Fische sehen. Nach 31.14min stieg ich aus dem Wasser.

Neu war für mich, dass der Kleiderwechsel nur im Zelt stattfinden durfte. Dafür mussten wir am Vortag beim einchecken zwei Kleidersäcke für die beiden Wechsel abgeben. Aber auch das ging ganz gut. Da Markus die Radstrecke nicht kannte, hatten wir diese im Vorfeld noch per Mietauto inspiziert. Und die war nicht ohne. Markus und mir war gleich klar, dass dies keinen neuen Radrekord geben würde. Ein ziemlich langer Aufstieg und die Abfahrt mit sehr vielen Spitzkehren hatten es in sich. Meine Beine spielten perfekt mit, was mir die Möglichkeit bot, sehr viele meiner Konkurrenten zu überholen. Nach 2.51h kam ich erneut in die Wechselzone. Dort empfing mich Dani und teilte mir mit, dass Barbara für die Übergabe der Verpflegung bereit stehe.

Mit einer Pace von 4.15 – 4.30min/km startete ich den Lauf. Ich wunderte mich, dass ich so gute Beine hatte und für meine Verhältnisse eine so schnelle Pace laufen konnte. Nach ca. 5-6km bekam ich leider an beiden Füssen Sohlenbrennen. Es wurde immer schlimmer. Ich versuchte mit Wasser das Brennen zu mildern, was jedoch nur für eine  kurze Dauer anhielt. Mehrmals zog ich die Schuhe und Socken aus. Es wurde immer schlimmer und ich versuchte die Stellen so wenig wie möglich zu belasten. Dies führte lediglich zu Wadenkrämpfen. Immer wieder musste ich anhalten um meine Muskeln zu dehnen. Leider ist das nicht die Zauberformel für eine gute Laufzeit (1.49h). So versuchte ich nur noch zu finishen. Auf der letzten Runde kam mir Markus entgegen der 10min vor mir startete. Was ich nicht wusste war, dass er vor dem Zieleinlauf auf mich warten würde. Gemeinsam genossen wir den Zieleinlauf. Meine Zeit 5.20.26h.

Unser Fazit. Mallorca, wenn möglich werden wir 2014 wieder am Start sein.

 

Ein herzliches Dankeschön gilt Barbara, Sabine, Tanja und Dani für die tolle Unterstützung.

Euer Ironmano

 

 

li. Romano / re. Markus

 

Die Rebellen sind unterwegs

Wenn das mal kein abenteuerliches Weekend war. Fast die komplette Mannschaft war irgendwo in der Schweiz oder im Ausland unterwegs. Ab dem Donnerstag hatten die meisten von uns frei, da der Donnerstag ein Feiertag war und am Freitag die Brücke gemacht worden ist. So kam es, dass zwei unserer Athleten am Donnerstag mit ihren Frauen und Sack und Pack kurzerhand nach Mallorca an den 70.3 geflogen sind. Dort unten trafen Markus und Romano auf zwei weitere Rebellen, die sich schon für ein Trainingslager auf der Insel befanden.

Am Samstagmorgen  fiel gegen 09:00 Uhr der Startschuss. Markus und Romano zeigten ein tolles Rennen. Mit ihren Zeiten können sie sehr zufrieden sein. Das breite Schmunzeln im Ziel bestätigt diese Aussage.

 

Währendem einige Rebellen auf Mallorca waren, wollte man auch hier in der Schweiz nicht tatenlos sein. Aaron und einige andere verabredeten sich für Freitag – eine lange Radrunde stand auf dem Plan. Wie so oft in diesem „schönen“ Winter und Frühling fiel diese dank strömenden Regen leider aus. Jeder zog dann sein individuelles Training durch. Die hiergebliebenen wurden während den ganzen Tagen immer wieder mit tollen „Schönwetter“ Fotos aus Mallorca und dem Tessin geneckt. Kurzerhand entschloss sich Aaron und seine Familie am Samstag in den Tessin zu fahren, denn seit Donnerstag verweilten dort Thomas, Patrick F., Patrick und seine Begleiterin. Diese führten dort ein Mini-Trainingslager durch.

Punkt 09:00 Uhr starteten wir dann zur Seeumrundung. Es sollte eine gemütliche Fahrt werden – weit gefehlt. Es kam mir eher wie ein Mannschaftszeitfahren über 4h vor 😉 Gegen 13:00 Uhr trafen wir uns dann mit unseren Familien in Canobbio, welche dann somit auch noch in den Genuss von uns kamen.

 

Wie ihr seht, ist bei uns zur Zeit einiges los. Ich bin mir sicher, dass bei den restlichen Rebellinnen und Rebellen ebenfalls einige Trainingseinheiten auf dem Plan gewesen waren. Kann mir gut vorstellen, dass auch diese irgendwo gemeinsam unterwegs waren. Es ist keine Seltenheit, dass bei diesem tollen Team-Geist sich die Leute zu einzelnen Trainingseinheiten individuell verabreden.

Girls und Jungs – weiter so!!! 🙂