Sieg an der Tortour – Bericht

Tortour-Challenge Bericht

Nach einer Operation und einem mit Verletzungen geprägtem 2014, konnte ich im März 2015 wieder mit dem Training beginnen. Anfangs hatte ich bedenken, ob das mein Körper mitmacht, diese verzogen sich aber sehr schnell und ich konnte ein gezieltes Training  mit dem Ziel Tortour aufbauen.

Am 13. August war es dann soweit, meine Betreuer Dani, Giorgio und Thomy und ich trafen uns um 08:30 Uhr in Kemptthal um gemeinsam nach Schaffhausen zu fahren.  09:33 Uhr Check-In, anschliessend Briefing, Pasta-Party und um 15:48 Start zum Prolog. Dieser war 1 Km lang und ab der Hälfte der Distanz mit einer Steigung von 15 – 18% gespickt. Einige meiner Konkurrenten waren da schon sehr Ehrgeizig und gaben alles, ob sich das wohl rächen wird?

Am Freitagmorgen um 01:03 Uhr, erfolgte mein Start in Schaffhausen, erste Timestation war Frauenfeld, den ersten Konkurrenten hatte ich hinter mir gelassen. Dann  führte mich die neue Strecke durchs Toggenburg mit der Timestation Unterwasser, schon wieder ein Konkurrent hinter mir. Die Abfahrt von Wildhaus nach Gams mit zum Teil engen Kurven war nicht ganz einfach und ich musste mich in der Dunkelheit sehr konzentrieren. Nun waren 28 Km auf dem Rheindamm angesagt, am Tag sicher schön, aber in der Nacht unglaublich langweilig. Ab Bad-Ragaz erwachte der Tag und nach Landquart bekam ich die erste Dusche. Ab der Timestation Chur bis Disentis regnete es immer wieder zum Teil sehr stark. Und dann waren immer wieder diese ….. Baustellen.

Mein härtester Konkurrent der bis nach Chur seinen Vorsprung stetig ausbaute, verlor auf diesem Teilstück einige Minuten. Kurz vor Sedrun war es dann soweit, ich überholte den führenden der Challenge Solo-Master und sprach einige Worte mit ihm, dies hat in wohl so deprimiert, das er einige Zeit später das Rennen aufgab.

Ja und da war ja noch das Wetter! Wer mich kennt weiss, dass ich schönes und heisses Wetter liebe, dass was ich dann aber bis Innertkirchen antraf war alles andere als schön. Gut dass jeder die gleichen Wetterbedingungen hatte. Vom Oberalp nach Andermatt, normal mit 70-80 Km/h befahrbar, aber bei diesem Wetter mit sehr starkem Gegenwind nur mit 30-40 Km/h. Ich freute mich auf den Aufstieg  zum Furkapass  um dort wieder etwas aufzutauen. Auf dem Grimsel lag mein Vorsprung auf meine Verfolger bei fast einer Stunde, das war doch recht beruhigend, denn ich fühlte mich noch sehr gut. Über den Brünig, welch ein Glück, die Sonne zeigte sich kurz. Nun führte die Strecke zum Teil bei starkem Regen via Sachseln, Hochdorf, Glattfelden, zurück nach Schaffhausen, wo ich mit einem Vorsprung von 1 Stunde und 25 Minuten auf den zweiten um 22:52 im Ziel eintraf.

Zwei Drittel aller Solofahrer mussten das Rennen aufgeben, oder wurden durch nichterreichen der Zeitvorgaben von der Jury aus dem Rennen genommen.

Für mich war es ein gelungenes Rennen ohne irgendwelche Krisen oder Schwächen.  Im 2016 werde ich die 1000 Km ins Visier nehmen.

Nochmals einen ganz herzlichen Dank, an meine 3 Betreuer Dani, Giorgio und Thomy, die einen super Job machten. Einziger Vorwurf: Ein Rivella wurde mir streng verweigert.

Danke auch allen Rebellinen und Rebellen für die unterstützenden und Kommentare vor, während und nach dem Rennen.

Dieser Sieg gehört Tanja!

http://tortour.com/de/challenge/strecke/

Hittnau, 30. August 2015

geschrieben von Werner Jampen

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